Alpenbrüder – Eine Woche Schnee, Schwünge und wahre Freundschaft
- xero-one

- 20. Jan.
- 4 Min. Lesezeit

Wir fünf kommen jedes Jahr wieder in dasselbe kleine Skigebiet in den Westalpen. Die Berge ragen schroff und majestätisch auf, der Schnee knirscht unter den Brettern, die Luft riecht nach Kälte und Kiefernharz. Unser Skilehrer Alex ist seit drei Jahren dabei – ruhig, humorvoll, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, wenn einer von uns mal wieder spektakulär den Hang runterfällt. Tagsüber ziehen wir unsere Schwünge, kämpfen mit den steilen Buckelpisten, wärmen uns zwischendurch mit heißer Schokolade in der kleinen Hütte auf 2.200 Metern. Abends sitzen wir zusammen in der Holzstube der Ferienwohnung, spielen Karten, erzählen alte Geschichten, lachen über die peinlichsten Stürze des Tages. Es ist einfach diese pure, unkomplizierte Zeit mit den Jungs – Berge, Schnee, Freundschaft. Mehr braucht es nicht.
Irgendwann im Laufe der Woche merkt man, wie sich etwas verändert hat. Alex schaut länger, lächelt weicher, wenn er mit mir spricht. Ich ertappe mich dabei, wie ich seine ruhige Art beobachte – wie er den anderen zeigt, wie man den Druck auf den vorderen Ski verlagert, wie seine Stimme tief und sicher klingt. Abends sitzen wir nebeneinander auf der Couch, Oberschenkel berühren sich zufällig, bleiben aber liegen. Niemand rückt weg. Als die anderen schon schlafen gegangen sind, reden wir noch stundenlang – über Träume, Ängste, was uns wirklich wichtig ist im Leben. Irgendwann legt er seine Hand auf meine, nur so, ganz still. Kein Kuss, keine Umarmung, nur diese Wärme und das Wissen: Hier passiert gerade etwas Echtes. Ich spüre zum ersten Mal seit Jahren wieder dieses sanfte, tiefe Ziehen in der Brust – nicht Lust, sondern Liebe.
Am nächsten Tag ist alles ein bisschen elektrisch aufgeladen. Alex korrigiert meine Haltung auf der Piste, seine behandschuhten Hände liegen kurz an meinen Hüften, richten mich aus. „Mehr Gewicht nach vorne“, murmelt er nah an meinem Ohr – und ich spüre seinen Atem durch die Mütze hindurch. Mein Puls beschleunigt sich, obwohl wir nur über Kanten und Druckverteilung reden. Abends in der Sauna sitzen wir alle zusammen, Handtuch um die Hüften. Die Hitze macht die Haut rosig. Alex’ Blick wandert einmal kurz über meine Brust, meine Schultern – nur ein Sekundenbruchteil, aber lang genug, dass sich mein Magen zusammenzieht. Später, als wir uns nebeneinander umziehen, streift sein nackter Arm meinen. Keiner sagt etwas. Wir schauen uns nur an – und da ist plötzlich dieses stille Einverständnis, dieses kaum merkliche Prickeln unter der Haut, das sagt: Es könnte passieren. Bald.

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